der Traveller
Thomas Stern

 

Bewusster leben...

                                                      

Die Aufmerksamkeit nach Innen richten

Für gewöhnlich empfindet sich der Mensch als getrennt von allem. Sprich alles um ihn herum befindet sich außerhalb seiner selbst. So ist es nicht weiter verwunderlich, daß wir Menschen unsere Aufmerksamkeit nach außen richten, dort wo alles mögliche zu sehen und zu hören ist. Wir können soviel erleben und machen, hierhin gehen, dorthin gehen und es gibt so endlos vieles, was wir mit unseren Sinnen aufnehmen können.

Abgesehen von unseren Organen und unserem Denken empfinden wir uns als leer, so als gäbe es da nichts von Bedeutung, dem wir unsere Aufmerksamkeit schenken könnten. Außer bei körperlichen Disharmonien, wie Magenschmerzen, eine Verstauchung, Muskelkater, etc. dann richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die Bereiche, die unser Wohlbefinden trüben. Dabei verlieren nicht selten die äußeren Dinge an Attraktivität und zwar weil unser Wohlbefinden getrübt ist und nur einen Teil der Aufmerksamkeit sich anderen Dingen im außen widmen könnte. Was noch vor wenigen Tagen als sehr interessant betrachtet wurde ist nun auf einmal eher langweilig und uninteressant geworden. Wie kann das sein? Ich meine, was sagt uns das in Bezug auf die Bedeutung dessen, was da an Attraktivität verloren hat? Zeigt es uns nicht, daß es vielleicht doch nicht so bedeutend war, nicht so wichtig, als daß wir anderes dafür stehen lassen würden? Indem wir also einen Teil der Aufmerksamkeit nach Innen lenken, zwangsläufig durch das körperliche Unbehagen, können wir auch erkennen, wie bedeutend der eigene Körper ist. Solange er einwandfrei funktioniert wird es gar nicht wahrgenommen oder eben nicht daran gedacht, daß es auch mal nicht so sein könnte. Ergo überraschen uns die körperlichen Wehwehchen, denn sie kommen oft unangemeldet und wir stehen dem meist machtlos gegenüber. Nun denn, soviel zu den rein körperlichen Merkmalen des Unbehagens und der Aufmerksamkeit.

Doch unser Körper hat noch mehr zu bieten, als uns mit Schmerz, Stechen und Zwicken zu signalisieren, daß da etwas nicht stimmt, nicht stimmig ist, man achte auf das Wort ”stimmig” von Stimme, also auch musikalisch! In vielen Kulturen wird auch von einer kosmischen Musik, einem Klang und gar dem Urton berichtet. Meditation ist ein vielfach praktizierter Weg, um diese Musik, diesen Urton zu hören, im Innern und doch aus dem Kosmos.

Das war jetzt schon ein recht intensiver Ausflug in Bezug auf die Wahrnehmung des Inneren.

Es kann natürlich erst einmal langsam begonnen werden, seine Aufmerksamkeit nach Innen zu richten.

Vielen ist Nichtstun eine Hürde. Wie gesagt ist der größte Teil unserer Aufmerksamkeit nach außen gerichtet, von dort holen wir uns die Impulse für unser Denken und Handeln, ebenso liegen dort die Dinge, die wir begehren, also haben wollen. Dieses Haben-Wollen verspricht uns eine Art Frieden, denn...

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in Liebe

der Traveller

Oktober 2007

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