 |
Botschaften
Die Wahrheit über das Negative in Bezug auf das universale Gleichgewicht
Die Möglichkeit, etwas Negatives zu tun, ist für das Gleichgewicht in der materiellen Welt, die ja relativ und polar ist, erforderlich, denn nur dadurch ist der freie Wille möglich. Wer das Positive und Spirituelle wählt, tut dies daher nicht aus einem Mangel an <Alternativen>, sondern aus Liebe, Einsicht und freiem Willen. Denn er müßte es nicht wählen, da auch das Negative zur Verfügung steht. Dies ist die große Prüfung des eigenen Charakters und des eigenen innersten Wesens.
Hier besteht die Möglichkeit zu einem verhängnisvollen Mißverständnis, das weit verbreitet ist (auch im Bereich Esoterik), nämlich zu glauben, es sei für das universale Gleichgewicht erforderlich, daß jemand auch das Negative tue. Oder: Das Negative zu tun sei notwendig; es gebe nichts Falsches, sondern nur Erfahrungen, die für die persönliche Entwicklung erforderlich seien. So schönklingend diese Worte auch sind, sie stellen eine Verharmlosung und Rechtfertigung des Negativen, ja sogar eine Selbstrechtfertigung des Negativen dar.
Nochmals: Erforderlich ist die von Gott geschaffene, der Polarität innewohnende Möglichkeit, einem negativem Pfad zu wählen; erforderlich deshalb, um den freien Willen aller Wesen zu ermöglichen und zu prüfen. Die individuelle Entscheidung, tatsächlich das Negative zu wählen, ist hingegen nicht erforderlich, sondern eine Verletzung der kosmischen Gesetze aus dem eigenen freien Willen heraus, weshalb man dafür auch zur Verantwortung gezogen wird.
Zu meinen, das Einschlagen eines negativen Pfades sei erforderlich und <notwendig> ist ein Trugschluß und wird in der christlichen Mystik als luziferische Ego-Verblendung bezeichnet. Hier sehen wir, wie vorsichtig sich die Lichtwesen ausdrücken müssen, um nicht einem luziferischen Trugschluß Vorschub zu leisten. Auch das ist ein Grund, warum sie gerade bei diesen Themen betonen, wie schwierig es sei, die richtigen Worte zu finden. Denn in diesen Themen sehen Licht und Dunkelheit sehr ähnlich aus, da es um die Unterscheidung von Selbtverwirklichung und göttlicher Meisterschaft im Gegensatz zu Eigenwillen und Ego-Macht geht. Es geschieht leicht, daß das eine mit dem anderen verwechselt wird, was entweder zu einer Ego-Rechtfertigung oder dann zu einer Verteufelung führen kann, letzteres, wenn aufgrund religiöser Fehlkonzepte die höheren Potentiale der Seele verkannt oder sogar geleugnet werden.
aus ”Das kosmische Erbe” – Einweihung in die Geheimnisse unserer Her- und Zukunft, Mediale Texte von Tom H.Smith, übersetzt von Armin Risi – Govinda-Verlag - 1.Auflage November 2001
Bezugsquellen: Govinda-Verlag

|