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Bewusster leben...
Etwas über den Weg vom Kopf- zum Herzmenschen...
Nur zu gut erinnere ich mich, daß auch ich früher zu den Menschen zählte, die ihren Gefühlen im Herzen kaum Beachtung schenkten. Ja, auch ich war früher eher ”tot” als lebendig und empfindsam. Doch das ist vorbei – denn ein Leben ohne Empfindsamkeit und bewußt erlebter Gefühle wäre für mich kein lebendiges Leben.
Laß mich dir dazu von einer kleinen Begebenheit berichten...
Da ging ich also in den Bioladen, den ich schon seit Jahren aufsuche und dessen Team mir sehr vertraut ist. Eigentlich ist es stets eine freudige Begegnung. Doch diesmal sollte es anders sein.
Seit einiger Zeit gehe ich dort in unregelmäßigen Abständen einkaufen. Und so sieht man sich auch dementsprechend seltener, was ja die Wiedersehensfreude eigentlich erhöhen sollte. Doch dem ist nicht immer so – nicht auf beiden Seiten. So freute ich mich wirklich einem Teammitglied zu begegnen, dem ich schon ein paar Wochen nicht mehr begegnet bin. Bei unserer letzten Begegnung sind wir uns zur Begrüßung gleich in die Arme gefallen und haben uns freudig ausgetauscht. Verabschiedet wurde ich dann mit den Worten: ”Laß Dich mal wieder sehen im Laden!”
Nun, mit solchen Worten zum Abschied ist es um so mehr eine Freude, ihnen Folge zu leisten ... Ja und so kam es also, daß ich dann auch mal wieder dort war und genau jener Mensch sich so verhielt, als hätte sie diese Worte nie gesagt und auch ernst gemeint. Der Ablauf war recht ernüchternd und verletzend. Während ich also voller Freude auf sie zuging und sie freudig begrüßte, kam eher eine Art von ”siehst du nicht, daß ich zu tun habe” rüber, was ja im allgemeinen eigentlich keine große Sache ist – für die ”Toten”. Nicht aber für die Lebenden! Denn gleichwohl es meinerseits keinerlei Erwartungshaltung gab, es handelt sich dabei übrigens um eine reine Bekanntschaft, so erzeugte diese kalte ”Abspeisung” dennoch ein Gefühl des verletzt Seins. Eine Art innerer Schmerz breitete sich aus und machte sich unangenehm bemerkbar. Am ehesten ließe es sich so umschreiben, wie wenn ein Kind auf den Spielplatz kommt und niemand mit ihm spielen will, weil sie alle mit etwas anderem beschäftigt sind. Oder wenn das Kind mit etwas für ihm wichtigen zum Vater oder zur Mutter kommt und mit den Worten weggeschickt wird: ”Nicht jetzt, du siehst doch ich habe zutun!”
Schaut man sich an, womit die jeweiligen Personen nun ”so beschäftigt” sind, dann wird auch klar, warum es den Lebendigen, den Herzmenschen so verletzen kann und den Toten, den Kopfmenschen halbwegs egal ist. Damit meine ich, daß...
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In Liebe und Gott zum Gruß
der Traveller
Januar 2007
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