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Erkenntnisse
Über die Hürde zur Menschwerdung ...
Solange wir die gierigen Bedürfnisse des Egos befriedigen und somit der Selbstsucht nachgeben, solange sind wir gleichsam tot. Wir denken, handeln und tun so, als wüßten wir um unser Selbst Bescheid und erkennen nicht, das wir uns nur etwas vormachen. Und dies geschieht aus einem einzigen Grund - der Angst sich selbst zu verwirklichen, der Mensch zu werden, der wir sind, der wir sein könnten. Angst sich anderen offen zu zeigen und zu entblößen. Angst nicht einer fragwürdigen Norm der Gesellschaft und des eigenen Umfeldes zu entsprechen. Indem wir ständig bemüht sind anderen zu gefallen, anderen gerecht zu werden, den selbst auferlegten Anforderungen zu entsprechen, geben wir uns selbst auf, noch bevor wir überhaupt um unser Selbst wissen. Sich anpassen und Anforderungen zu erfüllen scheint der leichtere Weg zu sein. Aber doch nur, weil wir keine Bestätigung auf dem anderen Weg, den des Loslassens, des nicht mehr verhaftet Seins erfahren konnten. Wie auch, wenn wir ihn noch nicht einmal gegangen sind. Der erste Schritt ist immer der Schwierigste, aber er birgt auch viel Neues in sich. Und haben wir uns erst einmal dazu entschlossen NEIN zum Ego zu sagen, so werden wir bald feststellen, dass wir auch gar keine Bestätigung mehr von außen brauchen. Denn diese wird uns dann von uns selbst, aus unserem Innern gegeben. Wir ruhen in der Mitte unseres Selbst und bedürfen keiner Schmeicheleien und dergleichen, die uns wohl stimmen oder in Glücksmomente erheben. Diese Glücksmomente können wir selber haben, alles was wir dazu tun müssen, ist einfach loslassen und plötzlich und unverhofft tritt es ein: das Glücksgefühl.
In all unseren Aktivitäten und all unserem Denken machen wir doch nichts anderes, wie...
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- der Traveller -
August 2000
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