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Gedanken über ...
so nah beisammen und doch so weit weg ...
Was das Leben in unserer heutigen Zeit so schwierig macht ist die Tatsache, daß sich kaum einer um den anderen kümmert. Jeder ist nur noch auf sich selbst bedacht. Es findet kein richtiger Austausch statt. Schon früh habe ich bei Familien- und Freundestreffen immer bemängelt, daß sie sich immer nur über belangloses Zeugs unterhalten. Sie reden am laufenden Band und es geht um irgendwelche Sonderangebote im Supermarkt oder Kaufhaus, um günstige Reisen und mehr noch um anderer Leut Verhalten. Da wird rumgemosert und gelästert bis zum Abwinken. Mir wurde oft richtig schlecht bei all diesem Müll, der da aus ihren Mündern quoll. Es war äußerst schwer etwas von den einzelnen Menschen zu erfahren, wie es ihnen geht, was sie denken und fühlen, wenn man denn überhaupt etwas erfahren konnte. Eine neue Musik-CD war wichtiger als das eigene Wohlbefinden, das war mir unerklärlich, also zog ich mich meist zurück und widmete mich den Kindern oder einem Lesestoff. Mit den Kindern war es immer am schönsten, denn mit ihnen konnte ich wirklich ungetrübte Freude erleben, erleben wie sie sich an einem ”abenteuerlichen” Waldspaziergang erfreuten. Eine kleine Raupe übt noch so viel Faszination auf sie aus, während die ”Erwachsenen” irgendwo hinterhertrabten und über Arbeit, Alltagsstreß etc. laberten. Den ”Großen” ging es eigentlich überwiegend darum, sich von sich selbst abzulenken und irgendwie spaßige Momente zu haben.
Und selbst heute ist es kaum anders. Selten ergeben sich Momente, wo sich mal...
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der Traveller
August 2002
Auszug aus: “Daily Message - 366 Gedanken Botschaften Erkenntnisse für jeden Tag des Jahres”
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