der Traveller
Thomas Stern

 

Botschaften

 

Die Natur lebt ...

Das sie lebt ist hinreichend bekannt, aber wußtest du auch, das sie fühlt und denkt? Ja, das sie sogar ein Erinnerungsvermögen hat? Nun dann will ich dir etwas erzählen, über die Natur:

Quäle kein Tier zum Scherz, denn es fühlt genau wie du den Schmerz. Darüber brauchen wir wohl nicht weiter reden, es dürfte allen klar sein, was gemeint ist - doch selbiges gilt auch für die Pflanzen! Du zweifelst? Aber es ist so - die universelle Energie durchdringt alles und ist in allem, so auch in den Pflanzen. Sie leben und zwar jede einzelne Zelle - sie können uns auch verstehen und hören genau zu was wir sagen und denken, denn beides sind unterschiedliche Schwingungen die wahrgenommen werden von ihnen. Die Wissenschaft hat es schon vor über 30 Jahren bewiesen, daß Pflanzen nicht nur Schwingungen wahrnehmen, sondern auch darauf reagieren. Droht einer Pflanze Gefahr, so ist sie in ”heller” Aufregung und ihre Schwingungen erhöhen sich, wodurch sie auch lichter wird, was wir mit ungeschultem Auge nicht wahrnehmen können, aber nicht grundlos gibt es den Ausdruck ”in heller Aufregung”.

Die Bäume stellen seit Alters her die Verbindung zwischen dem Himmel und der Erde dar. Die naturverbundenen Völker wissen dies und leben auch mit ihnen, so sprechen sie zu ihren Bäumen und behandeln sie mit Respekt und Ehrfurcht. Wenn sie neue Energie tanken wollen, so suchen sie die Nähe eines großen Baumes auf und setzen sich mit dem Rücken an ihren Stamm oder lehnen sich ganz einfach an. Von den Indianern wissen wir, daß sie sehr naturverbunden sind und sie achten die Natur und gehen sanft mit ihr um. Die Weisen Medizinmänner wußten um die Energien der Bäume und auch sie sprachen mit ihnen. Und die Aborigines in Australien liefern uns wie kein zweites Volk das Wissen um die Lebendigkeit der Natur - auch sie leben mit ihr schon seit Jahrhunderten in Eintracht und Harmonie. Schließlich ist es unsere Mutter Erde, die uns in Obhut gegeben wurde.

Indianisches Gebet an einen Baum:

Freund, hier bin ich. Ich bitte dich um deine Rinde.

Du bist unser Freund. Schenk uns, was wir brauchen.

Aus deinem Kleid möchte ich einen Brei bereiten.

Er heilt die Wunden auf meiner Haut. Freund,
vergib mir bitte.

Ich möchte dir nicht weh tun.

                                                   Hilf, daß ich gesund werde. Ich danke dir, Freund.

Für den einen oder anderen mag es sich merkwürdig anhören - mit den Bäumen reden - aber indem wir uns bewußt machen, das es lebendige Wesen, wie jeder von uns von dem selben Geist, der selben Energie durchdrungen sind, dann fällt es uns leichter mit ihnen zu reden.

Wenn du das nächste mal im Wald oder im Park spazieren gehst, dann schau dir die Bäume an und du wirst feststellen wie lebendig sie sind, wie schön in ihrer Einzigartigkeit, denn kein Baum gleicht dem anderen. Manche, so scheint es, lächeln uns zu, andere strecken ihre Arme nach uns aus und dann stehen zwei so dicht zusammen, als wollten sie sich umschlingen und ihre Äste ranken umeinander. Es ist wie bei den Menschen, nicht das wir sie vermenschlichen sollen, nein, das bitte nicht, aber es sind doch Lebewesen, die Gefühle haben und diese empfinden. Also sprich doch einfach mal zu ihnen, erzähl ihnen etwas von dir oder sag ihnen wie schön gewachsen sie sind. Rede mit ihnen wie mit einem Freund, denn sie hören dir zu, ohne dich zu unterbrechen. Wenn du einen Lieblingspark hast oder ein Wald, den du gerne und oft aufsuchst, dann suche dir deinen persönlichen Baum - Mach ihn zu deinem Freund - kümmere dich um ihn, befreie den Boden um ihn herum von eventuell herumliegenden Müll und locker vielleicht die Erde ein wenig auf. Setzt dich zu ihm und lausche, was er sagt. Der Wind in seinen Blättern wird für dich deine eigene Bedeutung haben. Oder klettere auf ihm rum, spiele mit ihm und such dir im Geäst einen Platz und ruh dich bei ihm aus. Er gibt dir Sauerstoff, Schutz vor Regen und Schatten im Sommer, wenn die Sonne gar zu warm scheint. Den Vögeln bietet er Platz für Nester und zum Ruhen. Sie singen und zwitschern und erfreuen unser Herz, also können wir ihm doch auch etwas geben. Und im Laufe der Zeit wirst du merken, es besteht eine Freundschaft zwischen euch.

Nun denke an deine Zimmerpflanzen. Wie viele wissen, hören sie gerne Klassik und entwickeln sich dann schöner und gereichen uns zur Freude. Auch sie wollen beachtet werden. Auch mit ihnen kannst du sprechen, ihnen sagen wie schön sie aussehen oder sie fragen, warum sie ihre Blätter fallen lassen. Sorge dich um sie und pflege sie, dann werden sie es dir danken, mit einem langen leben und erstrahlen in voller Pracht. Jede Pflanze ist ein Stück Leben, Leben das uns alle einschließt im Universum - denn dort sind wir alle Eins im ewigen Kreis des Lebens.

Nachdem du dies gelesen hast, wirst du dir deine eigenen Gedanken machen in Bezug auf die Pflanzen. Ich bitte dich nur um eines noch - achte bei der nächsten Begegnung mit der Natur darauf das es Lebewesen sind - empfindsame und bevor achtlos ein Zweig gebrochen oder eine Blume geknickt wird, denke daran, sie fühlen den Schmerz genau wie du, also...

Sei unter ihnen, sei bei ihnen, lebe mit ihnen, den Pflanzen - der Natur, denn

sie sind ein Teil von Dir und Du von ihnen! –

* * *

- der Traveller -

Januar 2000

 

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