der Traveller
Thomas Stern

 

Gedanken über ...

                                                                    

Wie ist das eigentlich so mit den tollen Sprüchen und Zitaten...

... oder die Schwierigkeit des Umsetzens

Du kennst das ja, da liest man irgendwo so einen tollen Spruch wie:

”Wir ernten was wir säen” - Oder

”Weine nicht, weil es vorbei ist, lache, daß es überhaupt passiert ist.”

Und denkt sich dann, daß es sich zwar gut anliest, man hat sogar irgendwie Freude an dem neuen Gedanken und träumt ihn sich zurecht, doch dann scheitert es an der Umsetzung. Zu dumm aber auch, oder?

Mal ehrlich, wie viele Menschen kennst du, die sich gerne mit solchen Sprüchen schmücken, diese jedoch NICHT leben? Etliche, stimmt’s ? Macht nichts, ist auch nicht weiter verwunderlich, denn des Menschen Beipack ist es, sich schwerlich von seiner Trägheit, seiner Gewohnheit zu lösen und Neues zu beschreiten, neues Denken zuzulassen und erst recht es auch umzusetzen. Wir kennen das von den gehaltvollen Büchern, die ”jeder” gelesen hat und ein Wörtchen mitreden kann, ja sogar ganze Passagen wiedergeben, doch sie leben es NICHT, sie reden nur darüber!

Es scheint also eher schick zu sein, darüber etwas zu wissen, anstatt dieses Wissen auch anzuwenden, sprich umzusetzen, es in sein eigenes Leben zu integrieren. Oft scheint der Gedanke, des nicht Erreichbaren oder es klappt ja doch nicht, wie ein schwerer Anker zu wirken, der einen festhält am alt gewohnten Denkmuster, obwohl ja der tolle Spruch oder das gehaltvolle Buch eine positive Veränderung verspricht. Ärgerlich, wirklich zu ärgerlich, daß man Zeit aufwendet, um diese Bücher zu lesen und letztlich kaum etwas daraus macht, keinen wirklichen Nutzen für sich selbst, geschweige denn für die Gemeinschaft zieht. Sicher bei Seminaren oder Veranstaltungen werden die Autoren gefeiert und auf Sockel gehoben, um sie zu bewundern – nur reicht das aus? Wem dient es dann, doch nur dem Autor und den Verlagen, dabei haben gerade gehaltvolle Bücher ein immenses Potential für wegweisende Veränderungen in unserem Leben und das anderer, bis hin zur gesamten Mitwelt. Doch wie gesagt, es liest sich schöner, als daß es sich auch leben ließe. Der nicht selten ungeliebte Alltagstrott hindert einen daran, es umzusetzen, oder anders, wir lassen uns vom Alltagstrott daran hindern. Es bräuchte doch nur ein bisken konsequent genutzte Zeit, wo wir sagen, jetzt bin ICH dran, ICH und mein Wohlbefinden, weil ich endlich mal mehr Glück erleben möchte, mehr Freude und Harmonie in meinem Leben. Jaja, so viele schreien danach und bejammern sich gegenseitig, respektive stützen sich gegenseitig in ihrem Leid.

Was ist eigentlich so schwer daran, an das, was man liest auch wirklich zu glauben, es sich mit all seiner Kraft für sich selbst zu wünschen, daß dem so sei wie gelesen? Warum nur gelingt einem die Umsetzung nicht? Sind die Menschen so träge und satt geworden von den Angeboten der “Brot & Spiele” Produzenten? JA, sie sind es, dazu kommt dann noch die Einbindung in das enge Korsett gesellschaftlich strukturierter Arbeitswelten und das schon fast widerstandslose Annehmen der Meinungsmacher und nicht zu vergessen, all die Leiden (Krankheiten) einer Industriegesellschaft, die den Menschen fast ständig in Beschlag nehmen. Kennt irgend jemand noch jemanden der seit Jahren nicht mehr krank war? Wie war das? Wer nicht krank ist, ist nur nicht gründlich untersucht worden.

Ich weiß von Menschen, die haben...

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der Traveller

Juli 2008

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