der Traveller
Thomas Stern

 

Erkenntnisse

                                                                

Die eigene Vielfalt – Annahme – Liebe – Gedankenkraft und Ausrichtung

Meist, wenn sich Menschen erstmalig begegnen und dann in weiterem Kontakt sind, sich austauschen, dann kommt schon mal eine Aussage wie: ”Oh, diese Seite an Dir kannte ich noch nicht!” ... oder ... ”So kenne ich dich ja gar nicht” wird auch gerne in lang bestehenden Beziehungen angewandt, bzw. dem anderen gesagt oder DIR gesagt.

Na, kommt dir das bekannt vor?

War mir klar, denn es scheint irgendwie so zu sein, daß wir zum einen von uns selbst ein gewisses Bild haben, wie wir meinen zu sein oder gar wie es erwartet wird (nix gut!) oder wie andere uns sehen, also deren Bild von uns. In beiden Fällen ist es meist so, daß es ein ”festes Bild” ist, was kaum Abweichungen zuläßt, bzw. wenn diese erscheinen, es eben dann zu oben erwähnten Aussagen kommt. Was bedeutet das nun?

Ich denke, es bedeutet ganz einfach, daß wir zu sehr darauf bedacht sind, ein bestimmtes Bild abzugeben, entweder wie wir sein möchten oder ein angepaßtes, wegen dem Angenommen-Werden und so ... doch egal wie, es ist oft ein relativ festes Bild, sprich, es läßt kaum Spielraum für Veränderungen oder Erweiterungen.

Von Gott wird gesagt, ER sei der EINE der Viele ist und die Vielen, die EINER sind.

Da wir nun göttlichen Ursprungs sind und ebenso wie Gott selbst, vielfältig, ist es doch folgerichtig, daß auch wir, daß DU Viele bist! Verstehst du, was ich meine? Nun, ich meine, wir glauben von uns zu wissen wer wir sind und dieses WER hat einen festen Rahmen, innerhalb dessen sich das WER zeigt, zeigen darf oder kann. Mit dem was wir meinen zu sein, gehen wir nun also durchs Leben und denken kaum weiter darüber nach. Wir meinen uns zu kennen und gar zu wissen wer wir sind. Doch ist das wirklich so?

Kennst du dich wirklich in deiner Vielfalt?

Bei Kontaktanzeigen kann man(n) schon mal lesen, daß Frau/Mann sich anbietet als Geliebte-r, Freund-In und Partner-In – sprich jeweils 3 in 1 oder was schon Tradition hat bei suchender Frau: EINEN zum Reden, EINEN zum Anlehnen und EINEN fürs Bett – oder gibt’s das auch in EINEM?

Na, jetzt wird es schon klarer, oder? Nein, immer noch nicht, okay, dann eben doch tiefer eindringen in die Materie ...

Nehmen wir doch einfach mal meinen heutigen Tag:

  • am morgen war ich der freudig Erwachende
  • der Betende
  • der Denkende
  • der Lesende
  • der den Sonnengott anbetende/dankende
  • der Genießende (Sonnenlicht, Wärme, Cafe, Croissant)
  • dann ein Übergang zum Geschäftsmann
  • dann wieder zum bewußt Lebenden, die Mahlzeit genießend
  • nachmittags unterwegs in der Stadt der Lebensfreudige
  • der Rad fahrende schauende Beobachter
  • der beim Anblick schöner Frauen von Lust erfüllte
  • spät nachmittags wieder der ruhige Entspannte
  • am frühen abend der Spaziergänger und Nachdenkende
  • der Einsame und Traurige
  • abends wiederum beim Telefonieren der fürsorgliche Vater seines Sohnes und
  • der Freund dessen Mutter
  • dann der genüßlich Essende und vorher Betende
  • danach wieder der Denkende
  • dann der inspiriert Schreibende

Zwischendurch gab es noch manch andere Seiten, die zum Tragen gekommen sind, doch möge diese ”kleine” Aufzählung verdeutlichen, wie viele Seiten an einem Tag so gelebt werden. Das einzige was mit Sicherheit gesagt werden kann, daß ich heute ich war, aber ich könnte nicht sagen, daß ich heute fröhlich oder traurig war, auch wenn beides vorkam, doch es war nur Phasenweise und nicht Beständig.

Ergo ist deutlich erkennbar, auch für dich, wenn du dir mal so einen Tag genauer anschaust, daß wir jeden Tag...

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der Traveller

Juli 2008

 

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